IGOB – Interessengemeinschaft Ostbahn

Willkommen

in der Zukunfts­region

Ostbahn

Infos

Verbindung zwischen Berlin und Kostrzyn

Die Ostbahn ist als RB26 die direkte Bahnverbindung zwischen Berlin und Küstrin-Kietz/Kostrzyn. Herausgehobene Orte entlang der Strecke sind Strausberg, Müncheberg, Seelow und jenseits der Oder der derzeitige Endhaltepunkt Kostrzyn in Polen.

Für die regionale Entwicklung zwischen Berlin und der Oder ist die Verbindung ein wichtiger Katalysator. Das Schlüsselprojekt Entwicklungskorridor Ostbahn der Landesregierung Brandenburgs enthält zahlreiche Teilprojekte in den Bereichen Infrastrukturausbau und Wirtschaftsförderung, die sich wie eine Perlenschnur entlang der Bahnstrecke aneinanderreihen.

Schnell nach Berlin oder Kostrzyn und wieder nach Hause: Kurze Fahrzeiten und dichte Zugfolgen bedeuten bedarfs­gerechte und zugleich umwelt­freundliche Mobilität.

Weiter ins Baltikum

Auf polnischer Seite geht die Strecke als Linea 203 weiter nach Gorzów Wielkopolski (Landsberg), Piła (Schneidemühl), Chojnice (Konitz) und Tczew (Dirschau) und zählt zum Transeuropäischen Verkehrsnetz TEN-V. Die Ostbahn gilt als ein Teilstück der europäischen Trasse „Rail Baltica“. Mit der Anbindung der baltischen Staaten an die EU kommt der Ostbahn auch geopolitische Bedeutung zu.

Die Ostbahn entlastet die Straßen vom Güterverkehr, zugleich bietet sie Berufs­pendlern eine bequeme Auto-Alternative.

Preußische Ostbahn

Die ehemalige Königlich Preußische Ostbahn wurde zwischen 1849 und 1867 gebaut. Die Route führte über 740 km von Berlin nach Königsberg und weiter nach Eydtkuhnen. Sie erschloss die preußischen Provinzen östlich von Berlin und war bis zum Zweiten Weltkrieg eine der wichtigsten Ost-West-Magistralen im Deutschen Reich. Geschichte der Ostbahn

Coworking eröffnet

Im Bahnhofsgebäude Küstrin-Kietz hat jüngst ein deutsch-polnischer Coworking-Space eröffent - mit allerbester Verkehsanbindung!

Im Bahnhofsgebäude von Küstrin-Kietz bietet die Förder­mittel­gesellschaft Märkisch-Oderland mbH (STIC) einen modernen und preiswerten Arbeitsort für Berufs­tätige, Freiberufler und Kreative beiderseits der Oder. In inspirierender Umgebung können deutsche und polnische Bürger nicht nur produktiv arbeiten, sondern sich auch vernetzen.

Schiene

Schiene

braucht Anschub

IGOB

Über uns

Interessengemeinschaft Ostbahn

Die Interessengemeinschaft Ostbahn e.V. (IGOB) ist ein kommunal getragener Verein, der sich mit Nachdruck für die Modernisierung und den Ausbau der Bahnstrecke Berlin–Kostrzyn einsetzt. Die IGOB steht für eine leistungsfähige, umweltfreundliche und zukunftsfähige Ostbahn, die Menschen und Wirtschaft in der Region verbindet und die Vernetzung mit Polen und Europa stärkt.

Wer wir sind

Was wie wollen

Unsere Ziele bis 2040

Hinter der IGOB stehen Kommunen entlang der Strecke und Institutionen wie die IHK Berlin, die IHK Ostbrandenburg, die Regionale Planungsstelle Oderland-Spree, die Euroregion Viadrina und der Landkreis Märkisch-Oderland. Gemeinsam mit unseren polnischen Partnern sind wir eine starke Stimme für eine nachhaltige Verkehrs- und Regional­entwicklung.

  • zweigleisiger Ausbau der gesamten Ostbahnstrecke
  • vollständige Elektrifizierung für emissionsarmen Bahnverkehr
  • direkte Verbindung von RB26 und RE1 über die "Seelower Kurve"
  • Integration in das transeuropäische Verkehrsnetz (TEN-V)
  • Aufnahme in den Bundesverkehrswegeplan als prioritäres Projekt

Die IGOB wurde 2020 neu gegründet, um die Region entlang der Ostbahn langfristig zu stärken und die Verbindung ins Nachbarland Polen weiter auszubauen.

Vision

Bereits 2019 haben rund 60 Institutionen der Region die Seelower Erklärung zur Entwicklung der Ostbahn zwischen Berlin und Kostrzyn unterzeichnet. Sie trägt den Titel "Zurück in die Zukunft!" 

Seelower Erklärung

Foto: S. Grieger

Argumente

Rückgrat der Verkehrswende

Die Ostbahn ist nicht nur eine regionale Bahnstrecke, sondern ein Schlüssel zur klimafreundlichen Mobilität der Zukunft. Durch den Ausbau können täglich tausende Autofahrten vermieden werden, indem Pendler, Schüler und Berufspendler ein zuverlässiges, schnelles und komfortables Verkehrs­angebot erhalten.

Entlastung für Intensivstrecken

Die Ostbahn kann als wichtige Entlastungsstrecke für den stark frequentierten RE1 zwischen Berlin und Frankfurt (Oder) dienen. Bei Störungen, Baustellen oder Überlastung dort könnte der Bahnverkehr flexibel über die Ostbahn umgeleitet werden, ohne dass der Zugverkehr ins Stocken gerät.

Auch für den Straßenverkehr bietet die Ostbahn enorme Entlastung:

  • weniger PKW- und LKW-Verkehr auf der Autobahn A12  und den Bundesstraßen B1 und B5
  • reduzierte Staus in den Einzugsgebieten von Berlin
  • verbesserte Luftqualität und weniger Lärmbelastung für Anwohner

Mit der vollständigen Elektrifizierung entfallen Diesel­fahrten, was die CO₂-Emissionen deutlich senkt. Im Vergleich zum Straßen­verkehr können so jährlich zigtausend Tonnen Treibhausgase eingespart werden.

Lebensader für die Region

Die Ostbahn ist mehr als Schienen und Züge – sie ist eine Lebensader für die Region und ein Bindeglied zwischen Deutschland und Polen. Sie steht für wirtschaftliche Chancen, Klimaschutz und Mobilität ohne Barrieren.

Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, die Ostbahn fit für die Zukunft zu machen! Je früher wir investieren, desto eher profitieren Region, Wirtschaft und Umwelt von einer starken, modernen und europäischen Bahnverbindung.

Zwischen-

schritte

Große Ziele lassen sich nur Schritt für Schritt erreichen. Die folgenden Ereignisse markieren wichtige Meilensteine auf dem Weg zum Ziel ...

Auf dem Weg

Oderbrücke

Neubau der Oderbrücke

Die über 100 Jahre alte Eisenbahn­brücke zwischen Küstrin-Kietz und Kostrzyn ist durch einen Neubau ersetzt. Er ist zweigleisig und lässt Zug­geschwindigkeiten von 120 km/h zu. Die 130m lange und 13m breite Netzwerk­­bogen­­brücke verfügt über 88 Carbon­hänger – das macht sie besonders leicht, lang­lebig und korrosions­beständig.

Foto: Peter Grenz

Das Bauwerk gilt als weltweit erste und bislang einzige Eisenbahn­brücke, bei der für maßgebliche Trag­elemente der Hochleistungs­werkstoff Carbon zum Einsatz kommt. 

Aufgrund ihrer gestalterischen Qualität und technischen Innovation, so die Jury, wurde die neue Oderbrücke 2025 mit dem Deutschen Brückenbaupreis ausgezeichnet.

Die Grundstein­legung erfolgte am 17. November 2021 in Anwesenheit des Ministerpräsidenten. Am 4./5. September 2023 wurde die am Westufer zusammengebaute neue Brücke über die Oder in ihre Ziel­position geschoben. Nach Bau­verzögerungen wurde die Brücke schließlich am 31. Juli 2024 eingeweiht.

Bahngipfel

Foto: Deutsche Bahn AG / Dominic Dupont

5. Deutsch-Polnischer Bahngipfel

Beim Treffen von Spitzen­vertretern beider Länder im Februar 2023 bekräftigte Minister­präsident Woidke gegenüber dem Bund, dass für den zweigleisigen Ausbau und die Elektrifizierung der Ostbahn RB26 mehr Rücken­wind von der Bundes­regierung erwartet wird. Er wies auf den Engpass bei der RE1-Strecke und die Notwendigkeit hin, verlässliche Entlastungs­strecken zu schaffen.

EU-Parlament

Ostbahn im EU-Parlamentsfokus

Der Verkehrsausschuss des EU-Parlaments hat am 13. April 2023 Leitlinien zum Aufbau eines trans­europäischen Verkehrs­netzes beschlossen; die Ostbahn ist darin Teil einer europäischen Verkehrs­achse. Dies teilte Dr. Christian Ehler MdEP mit. 

Die Liste ist nun Verhandlungs­­grundlage zwischen EU-Parlament und EU-Rat über die Finanzierung der Bahn­verbindungen.

Foto: Melanie Wenger

Gutachten

Gutachten des VBB befürwortet den Ausbau in zwei Phasen

Die am 6. November 2023 vorgestellte Studie des Verkehrs­verbunds VBB unterstreicht, dass der zweigleisige Ausbau und die Elektrifizierung technisch machbar und verkehrlich sinnvoll sind. Die Kosten werden auf 1,2 bis 1,3 Mrd. Euro geschätzt.

  • Kapazitätsverdopplung im Personenverkehr 
  • Halbstundentakt auf der gesamten Strecke
  • Fahrzeitreduzierung um 20min zwischen Berlin und Kostrzyn
  • mehr Pünktlichkeit durch Beseitung von Engpässen
  • mehr Güter auf die Schiene – bis zu 2 Mio. Tonnen p.a. zusätzlich
  • hohe Flexibilität für grenz­überschreitenden Verkehr und internationale Güterzüge

Die Arbeiten sollten in zwei Etappen erfolgen: bis 2036 (wenn der nächste Verkehrs­vertrag in Kraft tritt) die Elektrifizierung mit drei zweigleisigen Begegnungs­abschnitten, im Anschluss dann der weitere Ausbau. Das Vorhaben verspricht folgende Effekte:

Entwicklungs­achse

Strategischer

Weitblick

Ziele

Entwicklungsachse Ostbahn

Das Land Brandenburg verfolgt mit dem Schlüsselvorhaben "Entwicklungskorridor Ostbahn" eine wirtschaftliche Stärkung der Region entlang der Bahnstrecke RB26 und eine Vernetzung mit Polen und dem Baltikum. Angestrebt wird, diese Entwicklungsachse zu einem Kooperations- und Innovationsraum ausbauen. Die Merkmale und strategischen Ziele sind:

Infrastrukturelle Vernetzung

Zunächst sind Anbindung und Leistungs­fähigkeit der Ostbahn selbst zu verbessern. Dazu zählen Elektrifizierung und teilweise zweigleisiger Ausbau, um den Personen- und Güterverkehr zu optimieren. Ein "Umsetzungs­fahrplan" verfolgt auf deutscher Seite den schrittweisen Ausbau der Infrastruktur­, u.a. das zweite Gleis, die Ober­leitung und eine Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h.

1.

Grenzüberschreitende Zusammenarbeit

Eine zentrale Rolle spielt die Stärkung der deutsch-polnischen Kooperation. Es geht zum einen darum, den grenzüberschreitenden Verkehr zu stärken, und zum anderen um eine Verbesserung der wirtschaftlichen Kooperation mit dem Nachbarland.

3.

Wirtschaftliche Stärkung

Die Achse festigt die wirtschaftliche Basis im Berlin-nahen und Berlin-fernen Raum des Landkreises Märkisch-Oderland. Dazu zählt, zusätzliche Gewerbe­standorte auszuweisen und neue Wertschöpfungs­ketten aufzubauen, insbesondere im Bereich der Luftfahrt.

2.

Klimagerechte Entwicklung

Das Vorhaben legt besonderen Wert auf klima­freundliche Mobilität. Dieses soll insbesondere durch den Ausbau der Radwege, eine verbesserte Intermodalität im ÖPNV und die Verlagerung von LKW-Verkehr auf die Schiene erreicht werden.

4.

Das Kabinett des Landes Brandenburg hat das Schlüsselvorhaben "Entwicklungskorridor Ostbahn" im November 2022 bestätigt. Die vorliegende Konzeption wurde durch Mittel aus der Planungsförderungsrichtlinie des Ministeriums für Infrastruktur und Landesplanung (MIL) ermöglicht. Verantwortlich für die Umsetzung ist der Landkreis Märkisch-Oderland unter Einbeziehung der Kommunen entlang der Ostbahn, der IGOB und wissenschaftlicher Einrichtungen wie dem ZALF in Müncheberg. Die organisatorische Umsetzung übernimmt bis Ende 2025 die Planergemeinschaft eG in Kooperation mit empirica und der STIC-Wirtschaftsfördergesellschaft.

Datenquelle: OpenStreetMap Contributors, GeoBasis-DE/LGB, dl-de/by-2.0 (Daten geändert); Layout: Planergemeinschaft für Stadt und Raum eG, piccondio

Infrastruktur

Infrastruktur ausbauen

Die Aufgabe geht über den Ausbau des eigentlichen Schienenweges weit hinaus. Ebenso wichtig sind Bahn­querungen, die Haltepunkte und die verschiedenen Zubringer­dienste vom ÖPNV bis zum Radverkehr. Im Einzelnen stehen folgende Teilprojekte zum Infrastruktur­ausbau auf der Agenda:

1.1

1.1

Bahnübergänge im S-Bahn-Bereich

  • Verkehrliche Aufgaben­stellung: Hier werden die Anforderungen an den Zugverkehr festgelegt (2024 abgeschlossen).
  • Betriebliche Aufgaben­stellung: Hier werden die Anforderungen an den Betrieb erarbeitet (derzeit in Bearbeitung).
  • Anschließend werden verschiedene Ausbau­varianten untersucht, eine bevorzugte Variante detailliert geplant und zur Genehmigung eingereicht.

Die Ostbahn ist als wichtiges Ausbauprojekt eingestuft. Langfristiges Ziel ist es, die Strecke zweigleisig auszubauen, sie zu elektrifizieren und Züge dort bis zu 160 km/h fahren zu lassen. Insbesondere im Strecken­abschnitt zwischen Berliner Stadtgrenze und Strausberg existiert eine Reihe von Bahn­übergängen. Grundsätzlich ist die Querung der Bahnstrecke bei einer Geschwindigkeit bis 160 km/h mittels Schranken zulässig. Ob die Gleise dennoch untertunnelt oder überbrückt werden sollten, wird im Rahmen der Planungen mit den Kommunen besprochen. Die Planung läuft in drei Phasen ab:

1.2

1.2

Bahnhofsumfeld Neuenhagen

Das Bahnhofs­umfeld in Neuenhagen erfährt eine umfassende Umgestaltung, um den Standort für Pendler und Anwohner gleicher­maßen attraktiv und funktions­gerecht zu machen – eine moderne Mobilitäts­­drehscheibe! Mehrere Teil­projekte werden gerade geplant oder bereits umgesetzt.

Südseite: Fokus auf nachhaltige Mobilität

Auf der Südseite des Bahnhofs ist der Bau eines Fahrradparkhauses sowie von Fahrradboxen für bis zu 200 Fahrräder vorgesehen. Dieses Projekt, das über das Programm "Bahnstadt" mit einer Förder­quote von 90% finanziert wird, soll die bestehenden Fahrrad­unterstände ersetzen. Die Realisierung ist für die Jahre 2025-2026 geplant. Ziel ist es, die zu erwartenden Parkplatzprobleme infolge der Takt­verdichtung der Bahn zu minimieren und Pendler aktiv zum Umstieg auf das Fahrrad zu motivieren. Außerdem entsteht eine direkte Anbindung an die Bushaltestation.

Nordseite: Bau mit vielfältigen Nutzungen

Auf der Nordseite des Bahnhofs ist ein weiteres Bauvorhaben geplant, das einen direkten Zugang vom zukünftigen Fahrradparkhaus zur Bahn ermöglicht. Der dreigeschossige Gebäude­komplex integriert verschiedene Nutzungen:

    • Wohnungen
    • Aufenthaltsräume für Polizei und Busverkehrspersonal
    • Fahrradaufbewahrung mit Werkstatt und E-Bike-Station
    • Filiale der Sparkasse
    • Arztpraxen

      Die Investitionssumme für dieses Bauvorhaben beläuft sich auf etwa 12 Millionen Euro.

        1.3

        1.3

        Abzweig Fredersdorf–Rüdersdorf

        Ein potenzielles neues Teilprojekt der regionalen Infrastrukturentwicklung ist die Reaktivierung des Bahnabzweigs von Fredersdorf nach Rüdersdorf. Die Strecke ist derzeit noch für den Güterverkehr in Betrieb. Künftig soll es neue Bahnhaltepunkte in Petershagen und Rüdersdorf und einen Park-and-Ride-Parkplatz (P&R) am Abzweig Herzfelde/Strausberg geben.

        Das Unternehmen CEMEX betreibt die Planung für den Streckenausbau. Er ist wesentlicher Bestandteil der Dekarbonisierungsstrategie von CEMEX, die darauf abzielt, LKW-Transporte auf die Schiene zu verlagern und abgeschiedenes CO2 abzutransportieren.

        1.4

        1.4

        Haltepunkte Golzow und Trebnitz

        Dieses Teilprojekt konzentriert sich auf die Neugestaltung der Bahnhaltepunkte in Golzow und Trebnitz, um die Anbindung an den regionalen Verkehr zu optimieren.

        Bahnhof Golzow

        Der bestehende Bahnsteig wird an die Bahnhof­straße verlegt, um den Rad- und Busverkehr besser zur integrieren. Derzeit befinden sich hier Radwege und Bushaltestellen im Bau.

        Bahnhof Trebnitz

        Auch hier wird der Bahnsteig an die Bahnhofstraße verlegt. Aktuell sind Radwege und Bushaltestellen im Bau.

        1.5

        1.5

        Europa-Radweg R1

        Der Europaradwanderweg R1 London–Moskau durchquert den Landkreis Märkisch-Oderland entlang der Ostbahn. An den RB26-Bahnhöfen Strausberg, Herrensee, Rehfelde, Buckow, Obersdorf, Trebnitz, Letschin (RB 60) und Küstrin-Kietz haben Touristinnen und Touristen leichten Zugang. Zur Optimierung entstehen weitere Radwege in Petershagen/Eggersdorf (Bötzseestraße), in Neuhardenbergs Ortsteil Wulkow sowie zwischen Wulkow und Trebnitz.

        1.6

        1.6

        Radwegeausbau

        Insgesamt 18 Einzelmaßnahmen in Hoppegarten, Neuenhagen bei Berlin, Fredersdorf-Vogelsdorf, Strausberg und Müncheberg haben zum Ziel, die Bahnhöfe aus den Siedlungs- und Gewerbegebieten besser erreichbar zu machen.

        1.7

        1.7

        Oderbrücke B1

        Diese Straßenverbindung über die Oder ist ein strategisch wichtiger Verkehrsknotenpunkt. Aktuell ist die Tonnage auf 7,5 Tonnen beschränkt und behindert den grenzüberschreitenden – künftig noch deutlich ansteigenden – Schwerlast­verkehr erheblich. 

        Ein umfassender Ausbau soll die Brücke der Bundesstraße 1 LKW-tauglich machen und so die Metropolregion Berlin-Brandenburg stärker an Polen und das Baltikum anbinden. Die Inbetriebnahme ist für das Jahr 2032 geplant.

        1.8

        1.8

        PlusBus

        Die neue PlusBus-Linie 950 bietet Pendlern eine Direktanbindung im Stundentakt zwischen den S-Bahnhöfen Strausberg und Erkner. Eine Verlängerung bis zum U-Bahnhof Hönow ist wünschenswert.

        Wirtschaft

        Wirtschaft sichern

        Im dichten Berliner Umland sind bereits zahlreiche Gewerbegebiete entwickelt worden. Die Ostbahn schafft darüber hinaus Möglichkeiten, diese wirtschaftliche Entwicklung entlang der Achse in die Region und in Richtung Polen auszudehnen. Zugleich katalysiert sie die Forschungs- und Entwicklungs­standorte in Strausberg, Müncheberg und mit der Verbindung nach Gorzów: 

        2.1

        2.1

        IZL Strausberg

        Bis 2030 entsteht mit Unterstützung des Landes Brandenburg ein neues Innovationszentrum  Luftfahrt (IZL) am Flugplatz Strausberg. Es stärkt Berlin-Brandenburg als Innovationsregion und "Ökosystem" für die Technologie­entwicklung in der Luftfahrt. Der Standort Strausberg ist dafür aufgrund der Anbindung (S-Bahn Berlin) besonders geeignet.

        Insgesamt 10.000 qm Hallen, Werkstätten, Büros und Schulungsräume werden hier entstehen. Ein Teil der Hallengebäude hat direkten Zugang zum Flugfeld des Flugplatzes Strausberg. Luftfahrt-­affine Start-ups und Technologie­unternehmen finden hier optimale Entwicklungsmöglichkeiten. Flächen für weiteres Wachstum und eigene Bauten sind ebenfalls vorhanden.

        Der Flugplatz Strausberg (EDAY) ermöglicht Anflüge per IFR/VFR und verfügt über eine 1.200 m lange Landebahn. Ihre Verlängerung auf 1.650 m ist in Vorbereitung.

        2.2

        2.2

        Startup-Zentrum Strausberg

        In Trägerschaft der STIC Wirtschafts­förder­gesellschaft Märkisch-Oderland wird in Strausberg ein Start-up-Zentrum aufgebaut. Ziel ist, das noch unter­entwickelte Start-up-"Ökosystem" in Ostbrandenburg zu professionalisieren und zu stärken.

        Da sich im Umfeld des Flugplatzes Strausberg sowie in Neuhardenberg in Ostbrandenburg ein technologischer Schwerpunkt im Bereich der Luftfahrt ausprägt und die Rahmenbedingungen für die Entwicklung von Start-ups im Aviationbereich hier besonders günstig sind, soll das Start-up-Zentrum eine besondere Kompetenz im Technologiebereich Luftfahrt sowie autonomer Systeme für die Mobilität und den ländlichen Raum aufbauen.

        Das Zentrum unterstützt entsprechende Start-ups in Ihrer Entwicklung mit Hilfe von Coaching, Beratung, Mentoring und Vernetzungs­angeboten. Eigene Werkstätten ("Maker­spaces") stehen zur Verfügung; diese werden so gestaltet, dass sie auch für das Prototyping bzw. Tests im Bereich autonomer Systeme genutzt werden können.

        Für die Betreuung der Start-ups stehen bis Ende 2028 insgesamt 2,7 Mio Euro zur Verfügung.

        2.3

        2.3

        STIC Strausberg

        Das Strausberger Technologie- und Innovations­zentrum (STIC) wird derzeit um ein neues Bürogebäude mit Cafeteria und Coworking-Space erweitert. Der Neubau mit dem Namen "TP 5" stellt zusätzliche moderne Räume für Innovation, Zusammenarbeit und Wachstum für Gründer, Start-ups und Unternehmen zur Verfügung, die sich in Strausberg ansiedeln. Wegen der hohen Auslastung des STIC war aktuell kein Platz mehr für weitere Unternehmen vorhanden.

        Das Bauvorhaben mit einem Volumen von 13 Mio. Euro verantwortet der Landkreis Märkisch-Oderland als Bauherr. Es wird aus Mitteln des Bundes und des Landes Brandenburg im Rahmen der Gemeinschafts­aufgabe "Verbesserung der regionalen Wirtschafts­infrastruktur" (GRW-Infrastruktur) aufgrund der strukturellen der Relevanz für Stadt und Region gefördert.

        2.4

        2.4

        Coworking Küstrin-Kietz

        In den Räumen des Grenzbahnhofes Küstrin-Kietz wurde ein Beratungs- und Begegnungs­zentrum für deutsche und polnische Unternehmen, Gründer und Pendler aufgebaut. Es trägt den Namen MOST (Brücke). Hier gibt es Beratung und Informationen zur Unternehmens­gründung und zum Arbeiten und Investieren in Deutschland und Polen. Auch Veranstaltungen und Workshops im deutsch-polnischen Kontext finden hier statt. Wer einen ruhigen Ort zum Arbeiten braucht, kann den vorhandenen Coworking-Space in den neu gestalteten Bahnhofsräumen nutzen oder von hier aus direkte Kontakte ins Nachbarland knüpfen. Ein besonderes Angebot von MOST ist die Jobbörse „Jobs an der Ostbahn“. Hier sind freie Stellen von Unternehmen, die in der Nähe der Ostbahn liegen, auf Deutsch und Polnisch zu finden.

        MOST Coworking ist ein Projekt der STIC Wirtschaftsfördergesellschaft Märkisch-Oderland (IBN Strausberg) und wird mit Unterstützung des EU-Programmes INTERREG VI A in Kooperation mit der Kommunalgemeinschaft Pomerania umgesetzt.

        2.5

        2.5

        Gewerbegebiete an der B1

        Mit der Öffnung der Brücke in Küstrin-Kietz für den LKW-Verkehr ergeben sich ab Anfang der 2030er Jahre für die Kommunen, die an der B1 und in der Nähe zur polnischen Grenze liegen, neue Chancen der wirtschaftlichen Entwicklung. Besondere Potenziale haben hierbei die Städte Müncheberg und Seelow sowie die Gemeinden im Amt Golzow. In diesem Zusammenhang ist mit einer verstärkten Nachfrage nach Gewerbe- und Industrieflächen zu rechnen.

        Die Stadt Seelow bringt derzeit bereits entsprechende Änderungen im Flächen­nutzungs­plan (FNP) auf den Weg. Hierbei geht es um die Standorte Seelow-West am Abzweig B1/B167 sowie Seelow-Nord an der Kreuzung B1/B167 als Anschluss an bestehendes Gewerbegebiet.

        Das Amt Golzow und die Stadt Müncheberg prüfen ebenfalls eine Anpassung ihrer FNP, um die Ausweisung neuer Gewerbeflächen an der B1 zu ermöglichen. Hier sind ist allerdings noch die Finanzierungen zu klären.

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        Geschäftsstelle

        Die Geschäftsstelle der IGOB befindet sich im Bahnof Strausberg. Der Geschäfts­­führer Frank Schütz ist am besten per E-Mail erreichbar: info@ostbahn.de

        Seine Telefonnummer ist +49 177 2114667.

        Postanschrift

        IGOB e.V.

        Bahnhofstr. 26

        15344 Strausberg

        Vorstand

        Elke Stadeler (Vorsitzende), Jörg Schleinitz (stellvertretender Vorsitzender), Patrick Gumpricht, Guido Noack, Sven Siebert, Nadja Zivkovic

        Partner

        Herzlichen Dank für die gute Zusammenarbeit:

        © Interessengemeinschaft Ostbahn e.V.